Unser Wetter: Region Hohenau -Schönbrunn

Schützenverein "Tell"1896 Raimundsreut e.V.


Weihnachtsfeier von SV Tell

findet am

Sonntag, 16. Dezember

ab 12 Uhr statt

 


 



 

Grafenau. Zum zweiten Mal wurde der von Bräu Uli Wiedemann und der Brauerei Bucher ins Leben gerufene Bucher Cup ausgetragen. Das Freundschaftsschießen findet jährlich zwischen den Vereinen Waldschützen Saulorn, der SG Haus im Wald, dem Schützenverein Tell Raimundsreut, den Stoabergschützen Lichteneck, den Steinbüglschützen Neudorf und der SG Gemütlichkeit Grafenau statt.

Nachdem im letzten Jahr an den Ständen der SG Haus geschossen worden war, war dieses Mal die SG Gemütlichkeit in Bärnstein an der Reihe. Bei der Siegerehrung betonten Wiedemann und 2. Bürgermeister Wolfgang Kunz, wie wichtig solche Veranstaltungen für die Gemeinschaft und Freundschaft seien.

96 Schützen hatten sich an dem zweitägigen Wettbewerb beteiligt, bei dem zehn Schuss für die Mannschaftswertung und ein Tiefschuss für den Bierkönig abgegeben werden mussten. Pro Verein kamen die acht besten Schützen in die Wertung. Am treffsichersten erwiesen sich heuer die Schützen der Gastgeber, die mit einem Gesamtergebnis von 611,6 Punkten den ersten Platz belegten. Damit dürfen sie sich auch über die Siegprämie in Form von 50 Liter Bier freuen. Auf Rang zwei folgte der Titelverteidiger SG Haus im Wald mit 689,9 Punkten vor den Waldschützen aus Saulorn. Auf die weiteren Plätze kamen die Steinbüglschützen vor Lichteneck und vor Raimundsreut. Alle Mannschaften durften sich über eine kleine Prämie freuen.



 

Wolfsteiner Böllerschützen lassen sich hören
Gauböllertreffen in Raimundsreut – 36 Teilnehmer, 50 "Zuhörer"

Gauböllerreferent Herbert Heidinger (rechts) begutachtete interessiert den alten Artilleriesäbel

den ihm der Raimundsreuter Ehrenschützenmeister Franz Danzer zum "Dirigieren" beim Böllerschießen zur Verfügung stellte.

Raimundsreut. Ausrichter des fünften Wolfsteiner Gauböllertreffens war der Schützenverein Tell 1896 Raimundsreut. 36 Böllerschützen aus sechs Vereinen des Schützengaues Wolfstein ließen es dabei in fünf Durchgängen tüchtig krachen.
Nach vorangegangenen Böllertreffen in Böhmzwiesel, Freyung, Saulorn und Schiefweg erklärte sich diesmal der Schützenverein Raimundsreut bereit, das Schießen zu organisieren. Schützenmeister Josef Ranzinger, Böllermeister Georg Küblböck und Gesamtvorstand Heinrich Schuster hatten in Zusammenarbeit mit dem Gauböllerreferenten Herbert Heidinger alle nötigen Vorbereitungen getroffen. Damit stand einer reibungslosen Abwicklung der kleinen Veranstaltung nichts im Weg – und obendrein meinte es auch der Wettergott mit den Böllerschützen sehr gut und ließ die Sonne vom Himmel strahlen.

Im großen Halbrund der Böllerschützen krachte und qualmte es beim Wolfsteiner Gauböllertreffen. − Fotos: Duschl
Nach und nach trafen insgesamt 36 Böllerschützen aus den Vereinen Hubertus Böhmzwiesel, FSG 1625 Freyung, Waldschützen Saulorn, Freischütz Schiefweg, Schützenkameradschaft Sonndorf und Tell 1896 Raimundsreut beim Schützenheim ein. Außerdem waren etliche Mitglieder der Dreisesselschützen Jandelsbrunn gekommen, die gerade dabei sind, eine Böllergruppe zu gründen und sich deshalb ein Bild vom Böllerschießen machen wollten.
Während sich einige Schützen an einem Verkaufsstand mit Schussbedarf eindeckten, studierten andere das ausgelegte Informationsblatt der Raimundsreuter Schützen mit diversen sicherheitstechnischen Hinweisen. So muss jeder Teilnehmer – eigentlich selbstverständlich – eine entsprechende Unterweisung über den sachgerechten Umgang mit einer Böllerwaffe hinter sich haben.
Mit dem Beginn des Schießens wartete man ganz bewusst, bis im nahen Schönbrunn der Sonntagsgottesdienst beendet war. Denn man wollte zum einen auf keinen Fall den Ablauf der Messe durch den "Lärm" stören, zum anderen erhoffte man sich einige "Zuhörer" aus den Reihen der Gottesdienstbesucher.
Vor dem Raimundsreuter Schützenheim hieß Vereinsvorstand Heinrich Schuster alle Anwesenden willkommen, unter ihnen Fahnenmutter Helga Nußhardt, Ehrenschützenmeister Franz Danzer, Bürgermeister Eduard Schmid, Ehrengauschützenmeister Gerhard Krenn und Gauschützenmeister Max Duschl.
Zum Schießen ging es auf eine frisch abgemähte große Wiese ganz in der Nähe des Schützenheims. Hier nahmen die 36 Böllerschützen in einem großen Halbrund Aufstellung und warteten auf die Kommandos von Schussleiter Herbert Heidinger: "Pulver laden!", "Verdämmen!", "Fertig werden!", "Böller hoch!", "Schießen!" Diese Kommandos galten für die 34 Schützen mit Handböllern ebenso wie für die beiden Böhmzwieseler Kanonenschützen. So hatte Wolfgang Bauer die Salut-Trichterkanone (Kaliber 50 Millimeter) der Reservistenkameradschaft Hintereben mitgebracht, und Volker Müller war mit einer Kartuschenkanone (Kaliber 23 Millimeter, Marke Eigenbau) vor Ort.
Insgesamt fünf Durchgänge waren eingeplant: Langsames Reihenfeuer, schnelles Reihenfeuer, Reihenfeuer versetzt, Doppelschlag (von jeweils zwei Schützen) und schließlich der gemeinsam abgefeuerte (Schluss-)Salut. Die Leitung des Schießens war beim Gauböllerreferenten Herbert Heidinger in den besten Händen, der sich aber von Bürgermeister Eduard Schmid unterstützen ließ. Dieser hatte von Ehrenschützenmeister Franz Danzer dessen alten Artilleriesäbel ausgehändigt bekommen, der sich zu jeder Schussfolge zu Boden senkte und damit das Zeichen zum Beginn des jeweiligen Schießdurchgangs gab.
Weil alles so gut klappte, gab’s vom Schießleiter schließlich ein knappes, aber treffendes Kompliment an die Teilnehmer: "Gut geschossen!" Und von den rund 50 Zuschauern bzw. "Zuhörern" kam anerkennender Applaus.
Gleich anschließend ging es wieder zurück ins Schützenheim, wo die Gastgeber mit einem schmackhaften Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen aufwarteten.
Bürgermeister Eduard Schmid bedankte sich in einem Grußwort bei allen Teilnehmern wie auch beim Ausrichter für die gelungene Veranstaltung. Die Böllerschützen meldeten sich bei verschiedensten Anlässen mit ihren kräftigen Salven "zu Wort" und pflegten damit regionales Brauchtum.
Das Gauböllertreffen 2017 wird aller Voraussicht nach von der Schützenkameradschaft Sonndorf ausgerichtet, ebenfalls wieder im Mai. − fd